Richtig feiern

Du hast sicher einen guten Grund gehabt,
an diesem Fest teilzunehmen.
Man heiratet ja nur einmal.
Allerdings gleich mehrere Tage lang –
man kann das Feiern auch übertreiben.

Moralpredigten lagen dir nicht.
Zum Boykott aufrufen –
spätestens am dritten oder vierten Tag –
war auch nicht deine Sache.

Doch als der Wein ausging
hättest du still schmunzeln
und einen Sieg des nüchternen Lebens
genießen können.
Schluss mit feiern – ist auch Zeit!

Dann hättest du dich zurückziehen können
in die Stille und Nüchternheit.
Hättest überlegen können,
wo und wann es an der Zeit
für dein erstes Wunder wäre.

Wer jetzt etwas Anständiges
von dir erwartet hatte,
wurde wohl maßlos enttäuscht.
Dein erstes Wunder – Wasser zu Wein –
und das Fest ging weiter!

Hochzeit zu Kana (Johannes 2,1-12)

aus: Rainer Haak, Leise höre ich ihn lachen
© katholisches bibelwerk

Das Urteil


Ich bin von Kopf bis Fuß
auf Strafe eingestellt,
ich kann verurteilen
und sonst gar nichts.

Und hier ist wieder
so ein besonders delikates Exemplar –
habe sie selbst erwischt,
sozusagen in flagranti,
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Heilige Augenblicke


Heilige Augenblicke

Die Augenblicke in meinem Leben
reihen sich als bunte Mischung aneinander –
wie Menschen an der Bushaltestelle,
Briefe in einem Ordner,
Veranstaltungen im Kalender.

Die „schönen“ Augenblicke in meinem Leben
türmen sich farbenprächtig auf
zwischen Windeln und Gesprächen,
Konferenzen und schmutzigem Geschirr.

Die „wichtigen“ Augenblicke in meinem Leben
wechseln sich ab mit Routine,
und ich weiß oft nicht,
ob ich mich für den Sonnenuntergang
oder den „wichtigen“ Anruf entscheide.

Die „heiligen“ Augenblicke in meinem Leben
erkenne ich oft erst hinterher,
und dann frage ich mich verwundert,
warum ich nicht einfach alles andere
stehen und liegen gelassen habe.

Maria und Martha (Lukas 10,38-42)

© camino / kbw

Weihnachtslied

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Auf dem Weg nach Bethlehem
kann dir ein Hungernder begegnen,
wenn du ihm zu essen gibst,
wird er dich segnen.

Refrain: Da leuchtet das erste Licht,
ein warmer, matter Schein.
Du schaust in sein Gesicht.
Wer kann das sein? Wer kann das sein?

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Ein Bild, ein Leben

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Heute besuchte ich den Lüneburger Maler Jan Balyon, der sich u.a. mit seinem Performance painting einen Namen gemacht hat. Jan, gebürtiger Holländer, ist nicht nur ein „bunter Vogel“, sondern zugleich ein sehr spiritueller Mensch.

In seinem Atelier entdeckte ich ein Bild, das mich sofort ansprach. Weil ich mich und meinen Lebensweg darin entdeckte:

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Alles Leben ist ein Tanz

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rad2106c © Fiedels, fotolia

Manchmal stecke ich im Kopf fest. Mein Glaube, meine Liebe, meine Freude – alles im Kopf! Dann bin ich „lebendig“, aber nur im Kopf.

Gut tut mir das nicht. Deshalb wird es mir immer wichtiger, vom Kopf auch ins Gefühl und in die Seele zu kommen. Und in den Bauch und die Füße… Zum Glück geht das!

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Heillose Ruhe

835076_Martin-Schleske-HerztoeneGerade in der Urlaubszeit im Sommer freue ich mich auf Ruhe und Entspannung. Und überall begegnet mir die Empfehlung, die Seele baumeln zu lassen, mir Gutes zu tun und das Leben leicht zu nehmen.

Allerdings glaube ich, dass es auch eine Ruhe gibt, die nicht gut tut, sondern mich daran hindert, intensiv zu leben.

In dem Buch „Herztöne“ von Martin Schleske habe ich dazu einen Text gefunden, der mich sofort ansprang (ansprach wäre zu neutral). Das heißt wohl, dass es da etwas gibt, wo ich wachsen kann…

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Ein neuer Blickwinkel

 

Nordsee - Blick auf das Meer
Fotolia © pia-pictures

Wenn ich eine andere Welt entdecke, in mir oder außerhalb, wenn ich einen neuen Blickwinkel finde und Dinge wahrnehme, die meinen Augen (oder meinem Herzen) bisher verborgen waren – das sind absolute Highlights. Ein Beispiel gefällig?

Eine andere Welt

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Kurz gefragt: Was glaubst du?

3d Männchen nachdenklich mit blauen Fragezeichen© fotomek/fotolia
„Kannst du mal in wenigen Sätzen beschreiben, was der Glaube für dich bedeutet und welche Botschaft Jesus uns gebracht hat?“ Erst einmal war ich sprachlos. Ja, worum geht es Jesus eigentlich? Geht es um Sündenvergebung? Geht es um Moral? Geht es um Hölle?
Nach einigem Nachdenken habe ich eine kleine Liste verfasst (ja, ich mag Listen), die den augenblicklichen Stand meiner Glaubensüberzeugung widerspiegelt. Und mich würde brennend interessieren: Wie sieht Deine Liste aus?
Hier ist meine kleine Liste mit 5 Punkten:

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Durch die schweren Zeiten

Gerade erhielt er den „Echo“ für das beste Video national – Udo Lindenberg.

„Durch die schweren Zeiten“ heißt der Song, in dem ein Mensch davon erzählt, dass es manchmal im Leben nach unten geht – und dass er sucht und sucht und nicht findet. Weiterlesen