Was tun gegen die Inflation der Worte?

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© Halfpoint – Fotolia

Ich liebe gute kurze Texte und freue mich immer wieder, wenn ich eine kostbare Perle zwischen all den vielen Wörtern entdeckt habe. Kurze Worte, wenn sie denn gut und echt und wahr sind, sprechen mich meistens mehr an als „viele Wörter“.
Manchmal lohnt es sich, solche guten, wahren Worte (und Gedichte) immer wieder zu lesen, ja, sie zu „kauen“ wie eine schmackhafte Mahlzeit. Es lohnt sich, sie aufzuschreiben (wie wäre es mit einem schönen Notizbuch: „Wichtige Worte“) oder auswendig zu lernen, einzurahmen oder zu unterstreichen. Das ist das beste Mittel, sich der heutigen Inflation der Worte und Informationen zu erwehren.

Manche der Worte, die ich immer wieder gern lese, stammen von dem Schriftsteller und Theologen Jörg Zink. Hier ein Beispiel:

„Willst du Weite erfahren, so muss Raum in dir sein und Weite. Willst du Farben sehen, so muss Farbe in dir sein. … Immer wirst du nur erfahren, was in dir eine Resonanz findet. Immer wirst du dich in einer Welt vorfinden, die der Welt entspricht, die in dir ist. Und willst du eine größere, weitere Welt erfahren, so musst du dich selbst weiten. Sonst bleibt, was du zu fassen bekommst, so ängstlich und klein, so eng und verbaut wie du selbst.“
(aus: Jörg Zink, Die goldene Schnur)
Das soll reichen für heute. Ich werde es gleich noch einmal lesen (und intensiv kauen und schmecken).

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