Mein neues Lieblingswort

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Ich habe ein neues Lieblingswort. Na ja, eigentlich sind es sogar zwei Worte, aber sie gehören zusammen. Ich habe die beiden Worte in einem Text von Thomas Seiterich entdeckt.

Er berichte von seiner Wanderung auf einem besonders anstrengenden Abschnitt des Jakobswegs, der bergauf parallel zur Autobahn führt, der „Autovia del Camino de Santiago“:

„Die Sattelschlepper auf der Autobahn betätigen ihre Sirenen und beginnen zu hupen. Denn die Kapitäne der Fernstraße haben die erschöpften Pilger links von der A-12 bemerkt. Sie hupen und winken, das bedeutet: Buen Camino! Vorwärts, nur Mut! Das ist eine unplanbare, spontane Aktion – ein Zeichen, das bewegt und vorwärts reißt. Ein kostbarer Moment absichtsloser Freundlichkeit.“ (Religion zu Fuß, in: Publik Forum 16/2015)

„Absichtslose Freundlichkeit“, das ist es, mein neues Lieblingswort. Es ist vielleicht das Schönste, was wir uns schenken können. Freundlichkeit, die nichts erreichen will, nichts verkaufen, von nichts überzeugen. Freundlichkeit, einfach so!

Jeder Mensch kann sie verschenken. Eine Ermutigung, ein Lächeln, ein gutes Wort, eine kleine Hilfeleistung. Schon selbst erlebt, schon selbst verschenkt – was für ein Glück!

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