Durch die schweren Zeiten

Gerade erhielt er den „Echo“ für das beste Video national – Udo Lindenberg.

„Durch die schweren Zeiten“ heißt der Song, in dem ein Mensch davon erzählt, dass es manchmal im Leben nach unten geht – und dass er sucht und sucht und nicht findet.

Im Refrain heißt es dann:
„Ich trag dich durch die schweren Zeiten,
so wie ein Schatten will ich dich begleiten.“

Alle Achtung, ein richtiges Mutmachlied! Und – ehrlich gesagt – ich dachte sofort an die bekannte Zeile aus dem Text „Spuren im Sand“:
„Dort wo du nur eine Spur gesehen hast,
da habe ich dich getragen.“

Aber vielleicht hat das damit zu tun, dass Mutmachlieder für mich immer ein Stück Himmel auf Erden sind. Und weil ich immer darauf vertraue, dass Gott mir nahe ist und mich begleitet – auch wenn ich ihn oft nicht zu spüren meine.

Geht es in dem Song „Durch schwere Zeiten“ also um Gott und Vertrauen? Kim Frank, der Regisseur des Videos, sieht es so: „Am Ende ist man es selber, der einen aus der Scheiße holt.“ Deshalb sind in dem Video am Ende zwei Udos zu sehen. Udo Lindenbergs Kommentar: „Zwei Seelen ach in meiner Brust!“

Auch das ist eine hilfreiche Sichtweise. In dir steckt immer die Möglichkeit für einen Neuanfang. Und du bist nicht nur ein Mensch der Dunkelheit, sondern auch des Lichts.

Mir gefällt der Song. Für mich ist es ein Glaubens- und Hoffnungslied. Und vielleicht geschieht es, dass manche beim Hören ein Stück vom Himmel spüren. Der Sänger würde sich wahrscheinlich mit ihnen freuen. (Hier klicken)

3 Antworten zu “Durch die schweren Zeiten

  1. Lieber Rainer, das Video ist sehr professionell gemacht. Ein typisches Udo Lindenberg Lied. Geht gut ins Ohr. Ist meiner Meinung nach mehr depressiv als mutmachend! Für mich ist ein nettes Lied, mehr aber auch nicht!
    Wie kommst du drauf, dass dies ein Glaubens – und Hoffnungslied ist??? Als ich im OP in der Med.Hochschule Hannover auf dem Tisch lag und 7 Ärzte um mich herumstanden, hätte dieses Liedchen weder meinen Glauben an Jesus Christus noch meine Hoffnung auf den Heimweg zu meinem GOTT gestärkt. Und was der Regisseur Kim Frank sagt, ist doch absoluter Quatsch! Wer kann sich schon selber aus der Sch…… ziehen?
    Nochmal: mir gefallen Udoś Lieder, sie sind gefällig und kreativ. Udo L. Ist ein großer Künstler, aber beim Hören dieses Liedes spüre ich wahrlich kein Stück des Himmels.

    • Lieber Reinhard, danke für Deinen Kommentar. Ja, so unterschiedlich nehmen wir vieles im Leben auf! Wenn ich höre „Ich trag dich durch die schweren Zeiten“, dann höre ich daraus Gottes zärtliches Ja zu mir. Ob ich zuviel in das Lied hinein interpretiere? Manchmal denke ich, ob nicht fast alle Menschen sich göttliche Begleitung wünschen und immer wieder einmal einen „Versuchsballon“ starten lassen? Vielleicht ist auch dies so ein Versuchs- oder Hoffnungsballon? Sehe ich das zu optimistisch?

      • Hallo Rainer, ich kann dich verstehen. Aber religiöse Gefühlsduselei, die den Verkaufsumsatz steigert, ist halt nicht mein Ding. Sorry.

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