Kurz gefragt: Was glaubst du?

3d Männchen nachdenklich mit blauen Fragezeichen© fotomek/fotolia
„Kannst du mal in wenigen Sätzen beschreiben, was der Glaube für dich bedeutet und welche Botschaft Jesus uns gebracht hat?“ Erst einmal war ich sprachlos. Ja, worum geht es Jesus eigentlich? Geht es um Sündenvergebung? Geht es um Moral? Geht es um Hölle?
Nach einigem Nachdenken habe ich eine kleine Liste verfasst (ja, ich mag Listen), die den augenblicklichen Stand meiner Glaubensüberzeugung widerspiegelt. Und mich würde brennend interessieren: Wie sieht Deine Liste aus?
Hier ist meine kleine Liste mit 5 Punkten:

Jesus zeigt mir:

1. Du bist ein wertvoller, liebenswerter Mensch. Ohne Einschränkung!
Das gilt in jeder Situation – egal, was du selbst und die anderen von dir halten.
Jesus lädt dich ein: Du darfst ja zu dir sagen.
2. Du findest bei Gott Geborgenheit.
Das trifft unsere tiefste Sehnsucht, passt aber nicht unbedingt in eine Gesellschaft, in der Erfolg, Stärke und Eigenständigkeit als höchstes Ziel gelten.
Jesus lädt dich ein: Du darfst zu deiner Schwäche stehen.
3. Gott ist immer in dir und bei dir.
Du musst nicht beten: Herr, komm zu mir! Er ist längst da. Und zwar immer! Doch vielleicht hast du „zu gemacht“.
Jesus lädt dich ein: Du darfst Gott überall erfahren – auch in dir selbst.
4. Du wirst durch seine Liebe verändert.
Gott liebt dich nicht, weil du dich veränderst. Sondern du veränderst dich, weil er dich liebt.
Jesus lädt dich ein: Du darfst wachsen in der Liebe und der Freude und…
5. Du musst nicht länger in Angst leben.
Wir haben Angst vor dem Tod – und dem Leben, vor uns selbst und unseren Mitmenschen. Und vielleicht auch vor Gott. Angst zerstört! Alles!
Jesus lädt dich ein: Du darfst dem lebendigen Gott in allem vertrauen.

5 Punkte. Und zuerst einmal keine Sündenvergebung. Keine Moral. Und vor allem keine Hölle. So begegnete Jesus den Menschen.

2 Antworten zu “Kurz gefragt: Was glaubst du?

  1. Frizzoni-Gianola Lina, Haus Tabea, Schärbächlistr. 2, CH-8810 Horgen

    Ihre 5 Statements betreffend Glaube sind auch meine Überzeugung, aber Sie haben zweimal das Statement Nr. 5 beschrieben. Das zweite Statement Nr. 5 kann nicht Ihr wahres Denken sein. Es wird uns doch gesagt, dass jetzt Jesus zur Rechten Gottes sitzt und sich für uns einsetzt, wenn wir von einer Sünde und einem Fehler betroffen sind und dass Jesus für die ganze Menschheit durch die Liebe Gottes, seines Vaters und durch seinen Opfertod am Kreuz die Sündenschuld der Menschheit an unserer Stelle auf sich genommen hat. Für mich sind Werte wie Liebe, Gehorsam Gottes Weisungen gegenüber, Einfachheit, Sanftmut, Demut, Treue, Einfühlungsvermögen, Hilfsbereitschaft, Glauben, Hoffnung, Wohlwollen, Güte, Verzeihungsbereitschaft wichtig und nicht Habsucht, Raffgier, Streitsucht, Unversöhnlichkeit, Fanatismus und ähnliche negative Eigenschaften.

    • Danke für Ihren Kommentar. Ja, so ist es, wie Sie schreiben: Liebe und positive Werte – und nicht Habsucht, Fanatismus und andere negative Werte. Das macht uns Jesus deutlich. Doch die Kirche hat viel zu lange die Menschen klein gemacht: Du bist schlecht! Verändere dich! Du bist schlecht! Bitte um Vergebung! Doch so funktioniert das nicht! An Gott glauben, weil mir Angst und Druck gemacht wird?
      Mir ist wichtig: Ich werde bedingungslos geliebt. (Punkt 4) Jesus sagte „ja“ zu Zachäus, dem Zöllner und Gauner. Er ging mit ihm in sein Haus und feierte. Und danach, ja, erst danach, änderte der sein Leben und wurde frei von seiner Habsucht (die ja nur ein einziger Ruf nach Liebe ist!).

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