Schlagwort-Archive: Dogmen

Das Wichtigste

„Während eines Gottesdienstes in Nordamerika fragte der Pastor die Gemeinde, was am wichtigsten bei der Taufe sei. Innerlich war er auf die Standardantworten ‚Wort Gottes’ bzw. ‚Wasser’ eingestellt. Aus der Gemeinde kam dann die unerwartete Antwort von einem kleinen Mädchen: das Baby!“ (aus: David Jordahl, Die zehn Ängste der Kirche)

Bild
Foto: Dieter Hopf / pixelio.de

Mein Glaube sagt mir: Achte stets darauf, dass der Mensch im Mittelpunkt steht – und nicht irgendwelche Dogmen oder Theorien. Jesus sagt: Der Sabbat (Feiertag) ist für den Menschen gemacht, nicht der Mensch für den Sabbat. Deshalb sind auch Dogmen und Gesetze für den Menschen da und nicht umgekehrt.

Keinen Beitrag bei GlaubensSplitter verpassen? Einfach den kostenlosen Newsletter abonnieren.

Muss ich das glauben?

Du hörst etwas und bist skeptisch. Und du fragst, ob du das glauben musst. Glaubst du, dass es Leben auf anderen Planeten gibt? Glaubst du, dass Jona im Bauch eines Wales war? Glaubst du, dass es morgen regnet?

Mit Glauben haben diese Fragen nichts zu tun. Es geht darum, ob du etwas für wahr hältst. Harvey Cox beschreibt in seinem Buch „Die Zukunft des Glaubens“, wie die ersten Christen ihr ganzes Vertrauen auf Jesus und Gottes Liebe setzten.
Doch aus dem lebendigen Glauben wurde mehr und mehr eine Religion des Fürwahrhaltens. „Aus einer kraftvollen Glaubensbewegung wurde eine starre Phalanx aus vorgeschriebenen Glaubensüberzeugungen.“ Es wurden immer mehr Dogmen festgelegt, die jeder Christ für wahr halten musste.

Christlicher Glaube, so wie ich ihn verstehe, heißt nicht, dieses oder jenes für wahr zu halten. Glauben heißt, dem Gott der Liebe zu vertrauen und Jesus auf seinem Weg des Lebens, der Zuwendung und des Friedens nachzufolgen.