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Kurz gefragt: Was glaubst du?

3d Männchen nachdenklich mit blauen Fragezeichen© fotomek/fotolia
„Kannst du mal in wenigen Sätzen beschreiben, was der Glaube für dich bedeutet und welche Botschaft Jesus uns gebracht hat?“ Erst einmal war ich sprachlos. Ja, worum geht es Jesus eigentlich? Geht es um Sündenvergebung? Geht es um Moral? Geht es um Hölle?
Nach einigem Nachdenken habe ich eine kleine Liste verfasst (ja, ich mag Listen), die den augenblicklichen Stand meiner Glaubensüberzeugung widerspiegelt. Und mich würde brennend interessieren: Wie sieht Deine Liste aus?
Hier ist meine kleine Liste mit 5 Punkten:

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Willkommen in der Kirche!

Immer wieder freue ich mich, wenn ich in eine fremde Kirche komme und mich eingeladen fühle, eine Kerze anzuzünden, still zu beten, einen meditativen Rundgang zu genießen oder Bildern und Texten zu begegnen, die meiner Seele gut tun. Eigentlich sollte das in jeder Kirche möglich sein. Ja, sicher – dazu müsste sie zuerst einmal geöffnet sein!

2015-12-13 13.54.21

Vor ein paar Wochen besuchte ich den alten, großen Dom in Linköping (Schweden). Es ist ein Ort, in dem ich mich sofort willkommen fühlte. Weiterlesen

Was ist der Sinn des Lebens?

Painted hand isolated on grey background.
© denys_kuvaiev
– Fotolia

Immer wieder einmal nehme ich das Buch „Der lebendige Gott und die Fülle des Lebens“ von Jürgen Moltmann zur Hand. Es ist für mich eine wahre Fundgrube ermutigender Gedanken.

Dort fand ich auch den Abschnitt, in dem Moltmann seine Sicht als Christ und Theologe auf den Sinn des Lebens kurz und prägnant darstellt:

Freude ist der Sinn menschlichen Lebens. Für die Freude an Gott wurden Menschen geschaffen. Für die Freude am Leben wurden sie geboren. Damit werden die oft gestellten Lebensfragen: Wozu bin ich da? Bin ich noch brauchbar? Kann ich mich nützlich machen? aus den Angeln gehoben. Es gibt keine Zwecke und keinen Nutzen, für die menschliches Leben da sein muss. Es gibt keine ethischen Ziele oder idealen Zwecke, mit denen sich menschliches Leben rechtfertigen muss. Das Leben selbst ist gut. Dasein ist schön und Hiersein ist herrlich. Wir leben, um zu leben.

Die Arbeitswelt der modernen Industriegesellschaft erzieht schon Kinder in der Kita mit solchen bedrohlichen Existenzfragen, nach denen der Sinn des Lebens in Zwecken und Nutzen liegen soll. Wer aber den Sinn seines Lebens in Brauchbarkeiten und Nützlichkeiten findet, kommt unausweichlich in Lebenskrisen, wenn er krank, behindert oder alt wird. Der „Sinn“ des Lebens liegt nicht außerhalb des Lebens, sondern in ihm selbst. …

Im Wunder der Auferstehung wird ein Leben neu: Es ist nicht mehr „Leben zum Tode“, wie der Existenzialismus sagte, sondern ein Leben zur Fülle, die Gott verheißen hat. Der Glanz der Auferstehung macht es, dass ein Leben leicht und beschwingt wird. Es ist voller Interesse und Teilnahme und darin glücklich, dass es sich gleichsam selbst vergisst, denn die Sorge um das eigene Selbst und um die Anerkennung des eigenen Ich beherrschen ein solches Leben nicht mehr.

Mehr über das Buch: Hier klicken

Es gibt Texte, die befreien. Dieser gehört für mich dazu.

Schön, dass ich ihm eine Freude machen kann!

Rentner mit Rollator
© fotoman1962

Auf meinem Weg in die Altstadt erkannte ich ihn immer schon von Weitem. Mit seinem Rollator war er unterwegs, blickte starr nach vorn, um nicht vom Weg abzukommen. Im letzten Augenblick erkannte er mich auch. Freundlich und eifrig grüßte er mich. „So früh schon unterwegs, Klaus?“ fragte ich. „Du weißt doch, ich darf nicht rasten, sonst roste ich.“ Schon war er an mir vorbei. Ich sah, wie ihn kurz darauf eine ältere Dame ansprach. Er grüßte sie, wechselte ein paar Worte, schon ging es weiter.
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