Schlagwort-Archive: Gott

Durch die schweren Zeiten

Gerade erhielt er den „Echo“ für das beste Video national – Udo Lindenberg.

„Durch die schweren Zeiten“ heißt der Song, in dem ein Mensch davon erzählt, dass es manchmal im Leben nach unten geht – und dass er sucht und sucht und nicht findet. Weiterlesen

Der König auf einem Esel

BETHLEHEM, ISRAEL - MARCH 6, 2015: The modern fresco of Palm Sunday from 20.cent. in Syrian orthodox church by artist K. Veniadis (1987).

BETHLEHEM, ISRAEL – MARCH 6, 2015: The modern fresco of Palm Sunday from 20.cent. in Syrian orthodox church by artist K. Veniadis (1987).

Foto: Renáta Sedmáková – fotolia

Der Sonntag vor Ostern wird auch Palmsonntag genannt. Jesus zog auf einem Esel in Jerusalem ein – was für ein Bild! Keine goldene Kutsche, kein feuriges Ross! Und trotzdem jubelten die Menschen ihm zu. Doch der Jubel verklang schon bald… Weiterlesen

Alles Sünde oder was?

Many candles in a row in dark church
Foto: Andrei Kazarov /fotolia

Aviad Kleinberg, Professor für mittelalterliche Geschichte, Philosophie und Religionswissenschaft, beschreibt das Christentum folgendermaßen:
„Das Christentum beruht auf der Sünde. Weiterlesen

Beten ohne Worte

Young sprout in springtime,Closeup.
© lily – Fotolia

Ob in Gemeinschaft oder allein – beim Beten geht es nicht um viele (und erst recht nicht um große) Worte.
„Gott, wir sind hier versammelt, weil…“ erweckt eher den Eindruck, als müsse Gott erst einmal informiert werden, was hier gerade stattfindet.

Beten heißt vor allem: Weiterlesen

Was ist der Sinn des Lebens?

Painted hand isolated on grey background.
© denys_kuvaiev
– Fotolia

Immer wieder einmal nehme ich das Buch „Der lebendige Gott und die Fülle des Lebens“ von Jürgen Moltmann zur Hand. Es ist für mich eine wahre Fundgrube ermutigender Gedanken.

Dort fand ich auch den Abschnitt, in dem Moltmann seine Sicht als Christ und Theologe auf den Sinn des Lebens kurz und prägnant darstellt:

Freude ist der Sinn menschlichen Lebens. Für die Freude an Gott wurden Menschen geschaffen. Für die Freude am Leben wurden sie geboren. Damit werden die oft gestellten Lebensfragen: Wozu bin ich da? Bin ich noch brauchbar? Kann ich mich nützlich machen? aus den Angeln gehoben. Es gibt keine Zwecke und keinen Nutzen, für die menschliches Leben da sein muss. Es gibt keine ethischen Ziele oder idealen Zwecke, mit denen sich menschliches Leben rechtfertigen muss. Das Leben selbst ist gut. Dasein ist schön und Hiersein ist herrlich. Wir leben, um zu leben.

Die Arbeitswelt der modernen Industriegesellschaft erzieht schon Kinder in der Kita mit solchen bedrohlichen Existenzfragen, nach denen der Sinn des Lebens in Zwecken und Nutzen liegen soll. Wer aber den Sinn seines Lebens in Brauchbarkeiten und Nützlichkeiten findet, kommt unausweichlich in Lebenskrisen, wenn er krank, behindert oder alt wird. Der „Sinn“ des Lebens liegt nicht außerhalb des Lebens, sondern in ihm selbst. …

Im Wunder der Auferstehung wird ein Leben neu: Es ist nicht mehr „Leben zum Tode“, wie der Existenzialismus sagte, sondern ein Leben zur Fülle, die Gott verheißen hat. Der Glanz der Auferstehung macht es, dass ein Leben leicht und beschwingt wird. Es ist voller Interesse und Teilnahme und darin glücklich, dass es sich gleichsam selbst vergisst, denn die Sorge um das eigene Selbst und um die Anerkennung des eigenen Ich beherrschen ein solches Leben nicht mehr.

Mehr über das Buch: Hier klicken

Es gibt Texte, die befreien. Dieser gehört für mich dazu.

Gottesdienst ohne Gott

An über 100 Orten weltweit treffen sich seit einigen Monaten Menschen zur „Sunday Assembly“, zur Feier ohne Gott. Am 28. September 2014 kamen 36 neue Orte hinzu, darunter auch Berlin und Hamburg.

DSC00011
Foto: Haak

Meine Frau und ich waren heute in Hamburg dabei.

Weiterlesen

Eine Säule umarmen

Ein älteres Ehepaar betritt die alte, romanische Kirche. Sie haben einen Reiseführer dabei, und er liest ihr sehr konzentriert daraus vor: „Erbaut etwa 1140 bis 1190. Der einzige Großbau der Romanik in Backstein am Oberrhein. Das Westportal mit einem Tympanon, Christus zwischen Petrus und Paulus…“
Mehr ist nicht zu verstehen, sie sind bereits vorne im Altarhaus angekommen.

Rheinmuenster
© Reinhard Sester – Fotolia.com

Wir setzen uns erst einmal hinten in eine Bank. Dort liegt eine Art Begrüßungsschreiben: „Willkommen im Schwarzacher Münster“.
Darin werden wir eingeladen, Weiterlesen