Schlagwort-Archive: Lebendigkeit

Ein Bild, ein Leben

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Heute besuchte ich den Lüneburger Maler Jan Balyon, der sich u.a. mit seinem Performance painting einen Namen gemacht hat. Jan, gebürtiger Holländer, ist nicht nur ein „bunter Vogel“, sondern zugleich ein sehr spiritueller Mensch.

In seinem Atelier entdeckte ich ein Bild, das mich sofort ansprach. Weil ich mich und meinen Lebensweg darin entdeckte:

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Vom Sinn des Lebens

Was ist der Sinn des Lebens? Das fragen sich die Menschen schon, seit sie über ihr Leben nachdenken können. Und es gibt unzählige Antworten auf diese Frage.

So wie ich die Botschaft Jesu verstehe, ist der Sinn des Lebens: Leben. Intensives Leben. Lebendigkeit. Jesus sagt: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben“ (Johannes 10,10).
Der amerikanische Autor und Psychotherapeut Scott M. Peck sagt dazu: „Fülle. Welch wunderbares Wort! Dieser seltsame Mann, der offensichtlich ein Faible für Hochzeitsfeste und Wein, für edle Öle und gute Gemeinschaft hatte, und der dennoch zuließ, dass man ihn tötete, kümmerte sich nicht so sehr um die Länge des Lebens wie um die Lebendigkeit des Lebens.“ (Peck, Die Lügner)

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Bernd Wachtmeister / pixelio.de
Der Sinn des Lebens ist die Lebendigkeit? Mancher wird da widersprechen. Weiterlesen

Abschied nehmen

Gestern bekam ich die Nachricht, dass mein bester Freund gestorben ist. Seit der Jugendzeit sind wir eng verbunden. Wir leiteten gemeinsam die Pfadfinder in unserer Kirchengemeinde. Wir gaben eine Zeitschrift heraus. Wir schrieben, planten und führten zahlreiche Veranstaltungen durch.
Er wurde Lehrer im Gymnasium, war dort äußerst engagiert. Ein Bilderbuch-Lehrer. Für seine Schüler tat er alles. Er war unglaublich klug und hatte ein umfangreiches Wissen, das ich immer bewunderte. Vor wenigen Monaten ging er vorzeitig in den Ruhestand. Er blieb zeitlebens unverheiratet, lebte ganz für den Beruf. Und er hatte ein sehr, sehr enges Verhältnis zu seinen Eltern und seinem Bruder.

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Ausschnitt eines Bildes von Siegfried Fietz

Seit weit über 20 Jahren fuhren wir beide ein oder zweimal im Jahr zu unseren Wandertouren. Doch in den letzten Jahren sagte er oft gegen Mittag: „Zieh noch einmal allein los, ich ruh mich im Hotel aus.“
Was war passiert? Weiterlesen

Das Geheimnis der Dankbarkeit

„Als Christ solltest du dankbar sein!“ Wie oft ist dieser Satz zu hören! Mancher zieht dabei wohl den Kopf ein und denkt sich: „Dankbar sein und zufrieden mit allem, was mir vorgesetzt wird? Das fehlt mir gerade noch.“
Wir alle haben wohl noch die Ermahnung der Mutter in Erinnerung, als die Tante zu Besuch kam und etwas mitbrachte. „Nun bedank dich aber auch schön!“

Mir fällt dabei eine Geschichte aus dem Neuen Testament ein. Jesus kam in ein Dorf. In weiter Entfernung waren zehn Männer zu sehen. Sie riefen so laut, dass es jeder hören konnte: Jesus, erbarme dich! Warum kamen sie nicht näher? Sie hatten eine ansteckende Krankheit. Deshalb waren sie verbannt und mussten außerhalb der Gesellschaft leben. Sie durften ihre Höhle und das eingegrenzte Gebiet nicht verlassen. Sie waren vom Leben abgeschnitten.
Jesus hatte Mitleid mit ihnen. Er sagte: Geht zu den Priestern (die fungierten damals als eine Art Gesundheitspolizei und entschieden, wann jemand die Quarantäne verlassen durfte). Und auf dem Weg dorthin wurden sie tatsächlich gesund.

Dieter Schütz / pixelio
Foto: Dieter Schütz / pixelio

Was müssen die dankbar gewesen sein! Doch von den zehn Männern, die geheilt waren, kam nur einer hinterher zu Jesus, um ihm zu danken. Jesus wunderte sich darüber. Warum nur einer? Wo sind die anderen? Er sagte zu dem einen Mann: Dein Glaube hat dir geholfen! (Lukas 17,11-19)

Jesus hatte mit mehr Dankbarkeit gerechnet? Braucht er das? Weiterlesen